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Medikamente für Hunde: Was darf er, was ist giftig?

Hund: Pflege & Gesundheit

Medikamente für Hunde: Was darf er, was ist giftig?

Wenn der geliebte Vierbeiner Schmerzen hat oder kränkelt, greifen manche Besitzer in die eigene Hausapotheke. Dies ist jedoch ein lebensgefährlicher Fehler, da der tierische Organismus Wirkstoffe völlig anders verarbeitet als der Mensch. Bereits kleinste Mengen herkömmlicher Schmerzmittel können für Hunde tödliche Folgen haben. Dieser Leitfaden zeigt auf, welche Präparate strengstens verboten sind und wie im Notfall richtig reagiert wird.

Wer sich fragt, welche Medikamente für Hunde sicher sind und welche Wirkstoffe schwere Vergiftungen auslösen können, findet hier die wichtigsten Antworten für die Tiergesundheit.

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Lebensgefahr aus der Hausapotheke: Diese Wirkstoffe sind hochgiftig

Bekannte Schmerzmittel für Menschen wie Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure sind für Hunde extrem giftig. Diese Wirkstoffe greifen die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts an und können schwere innere Blutungen sowie akutes Organversagen verursachen. Schon eine einzige Tablette kann für einen kleineren Hund tödliche Folgen haben, weshalb die Humanmedizin für Haustiere absolut tabu ist.

Auch vermeintlich harmlose Erkältungsmedikamente oder Hustensäfte enthalten oft Inhaltsstoffe, die das Nervensystem des Hundes schädigen. Bewahren Sie sämtliche Medikamente der Familie stets in verschlossenen Schränken und außerhalb der Reichweite des Tieres auf. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme ist der sofortige Weg in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik lebensrettend.

Erlaubte Tiermedikamente und die sichere Verabreichung

Ausschließlich vom Tierarzt verschriebene Präparate dürfen dem Hund verabreicht werden, da diese exakt auf das Körpergewicht und die Art des Tieres abgestimmt sind. Die Dosierungsanweisungen des Tierarztes müssen dabei ohne Abweichungen eingehalten werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Selbst pflanzliche Mittel aus der Humanmedizin sollten niemals ohne fachkundige Rücksprache gegeben werden.

Um dem Hund die Tabletteneinnahme zu erleichtern, kann das Medikament in einem kleinen Stück Fleisch oder spezieller Leberwurst versteckt werden. Manche Tabletten dürfen auch zerkörpert und unter das Feuchtfutter gemischt werden, was jedoch vorab mit der Praxis abgeklärt werden muss. Nach der Gabe sollte der Hund kurz beobachtet werden, um sicherzustellen, dass er das Medikament nicht heimlich wieder ausspuckt.

Symptome einer Vergiftung und richtiges Verhalten im Notfall

Hat ein Hund unbemerkt Medikamente gefressen, äußert sich eine Vergiftung meist durch Erbrechen, verstärkten Speichelfluss, Apathie oder Taumeln. Auch blasse Schleimhäute im Maul und eine beschleunigte Atmung sind ernste Warnsignale, die sofortiges Handeln erfordern. Versuchen Sie niemals, den Hund eigenständig zum Erbrechen zu bringen, da dies die Speiseröhre zusätzlich schädigen kann.

Suchen Sie stattdessen unverzüglich den nächstgelegenen Tierarzt auf und kündigen Sie Ihr Kommen telefonisch an, damit die Praxis Vorbereitungen treffen kann. Nehmen Sie die Verpackung oder den Beipackzettel des gefressenen Medikaments mit, um dem Tierarzt eine schnelle Diagnose zu ermöglichen. Je schneller die Behandlung beginnt, desto höher sind die Überlebenschancen des Vierbeiners.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema

Darf ich meinem Hund im Notfall eine halbe Aspirin geben?

Nein, Aspirin ist für Hunde hochgradig giftig und kann schwere Magenblutungen sowie Nierenversagen verursachen. Verabreichen Sie Schmerzmittel ausschließlich nach tierärztlicher Verordnung.

Wie äußert sich eine Vergiftung durch Ibuprofen beim Hund?

Typische Symptome sind Erbrechen, teilweise mit Blut, dunkler Kot, Appetitlosigkeit, extreme Trägheit und Bauchschmerzen. Bei Verdacht muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Was kann ich tun, wenn mein Hund die Tablette verweigert?

Verstecken Sie die Tablette in einem schmackhaften Hundeleckerli oder nutzen Sie spezielle Pasten aus dem Fachhandel, um den Geschmack zu maskieren.

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