
Hund: Training & Erziehung
Apportieren beibringen: So lernt dein Hund in 5 Schritten
Das gemeinsame Apportieren ist weit mehr als nur eine Beschäftigung für zwischendurch. Es fördert die Konzentration des Hundes, festigt den Grundgehorsam und lastet das Tier artgerecht aus. Mit der richtigen Herangehensweise lernt jeder Hund, Spielzeuge freudig zurückzubringen und sanft in die Hand zu legen.
Das Apportieren beibringen stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund und sorgt für die nötige geistige sowie körperliche Auslastung des Vierbeiners.
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Schritt 1 und 2: Das Interesse wecken und das Aufnehmen belohnen
Zu Beginn muss der Hund lernen, dass der Gegenstand eine positive Bedeutung hat. Man hält dem Hund das Spielzeug hin und belohnt jeden Blickkontakt oder jedes zaghafte Berühren mit einem Futterstück. Sobald der Hund das Objekt selbstständig in das Maul nimmt, erfolgt die sofortige Belohnung und ein verbales Lob.
Für diesen ersten Schritt eignet sich ein weiches, interessantes Spielzeug besonders gut. Ein robuster Gegenstand, der beim Hineinbeißen ein leichtes Geräusch erzeugt, weckt den natürlichen Spieltrieb des Hundes zusätzlich. So bleibt die Motivation hoch und das Tier verknüpft das Greifen des Objekts mit einem Erfolgserlebnis.
Schritt 3 und 4: Das Herantragen und das kontrollierte Abgeben
Wenn der Hund den Gegenstand sicher hält, entfernt man sich wenige Schritte rückwärts und lockt den Vierbeiner zu sich. Sobald sich der Hund nähert, wird er überschwänglich gelobt, während der Gegenstand noch im Maul bleibt. Das Ziel ist es, dass der Hund lernt, die Beute stolz zum Halter zu tragen, anstatt mit ihr wegzulaufen.
Das Abgeben wird über das Tauschprinzip etabliert, indem man dem Hund ein hochwertiges Leckerli direkt vor die Nase hält. Lässt der Hund das Spielzeug los, um an die Belohnung zu gelangen, führt man gleichzeitig ein Signalwort wie Aus ein. Mit der Zeit versteht das Tier, dass sich das Loslassen für ihn immer auszahlt.
Schritt 5: Die Distanz vergrößern und den Ablauf festigen
Erst wenn das Aufnehmen, Bringen und Abgeben im Nahbereich fehlerfrei funktionieren, wird das Spielzeug ein Stück weit geworfen. Der Hund sollte idealerweise so lange warten, bis das Freigabesignal ertönt, bevor er dem Objekt hinterherläuft. Dies schult die Impulskontrolle und verhindert unkontrolliertes Losstürmen.
Um das Gelernte dauerhaft zu festigen, sind regelmäßige, aber kurze Übungseinheiten von wenigen Minuten ratsam. Wenn der Hund müde wird oder das Interesse verliert, sollte die Einheit sofort positiv beendet werden. Für ein selbstständiges Weiterspielen im Garten können auch technische Hilfsmittel eingesetzt werden, die den Ball mechanisch auswerfen.
FAQ
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was kann man tun, wenn der Hund mit der Beute wegläuft?
In diesem Fall sollte man dem Hund niemals hinterherlaufen, da er dies als Fangspiel interpretiert. Stattdessen läuft man in die entgegengesetzte Richtung weg oder lockt ihn mit einer besonders begehrten Belohnung an.
Ab welchem Alter kann ein Hund das Apportieren lernen?
Bereits im Welpenalter kann spielerisch mit den ersten Grundlagen begonnen werden. Wichtig ist dabei, die Gelenke des jungen Hundes zu schonen und auf wilde Stopps oder zu hohe Sprünge zu verzichten.
Welche Gegenstände eignen sich am besten für den Einstieg?
Für den Anfang eignen sich weiche Bringsel, Futterbeutel oder spezielle Kauspielzeuge, die der Hund gerne trägt. Schwere oder splitternde Holzstöcke sollten wegen der Verletzungsgefahr dringend vermieden werden.
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