
Hund: Pflege & Gesundheit
Ohren beim Hund reinigen: Wann und wie richtig?
Die Ohrenpflege ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesunderhaltung des Hundes, da verschmutzte Gehörgänge schnell zu schmerzhaften Entzündungen führen können. Viele Hundehalter sind unsicher, wie oft und mit welchen Mitteln die Reinigung erfolgen sollte. Mit der richtigen Herangehensweise und sanften Handgriffen lässt sich die Pflege stressfrei in den Alltag integrieren. Dieser Leitfaden zeigt, worauf es bei der Ohrenhygiene ankommt.
Wer die Ohren beim Hund reinigen möchte, sollte behutsam vorgehen und die anatomischen Besonderheiten des Hundeohrs beachten.
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Wann ist eine Reinigung der Hundeohren notwendig?
Eine regelmäßige Kontrolle der Ohren sollte wöchentlich stattfinden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gesunde Hundeohren sind sauber, geruchlos und leicht rosa, weshalb in diesem Zustand keine tiefe Reinigung erforderlich ist. Erst wenn sich vermehrt dunkler Ohrenschmalz, Schmutz oder unangenehme Gerüche bemerkbar machen, ist ein Eingreifen ratsam.
Besonders Hunde mit Schlappohren oder dichtem Haarwuchs im Gehörgang neigen zu Feuchtigkeitsansammlungen, die den idealen Nährboden für Bakterien und Pilze bieten. Bei Rötungen, ständigem Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr sollte jedoch vor der Reinigung ein Tierarzt aufgesucht werden, um eine Entzündung oder einen Milbenbefall auszuschließen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die sichere Ohrenpflege
Für die Reinigung wird ein spezieller, milder Ohrenreiniger für Tiere sowie ein weiches Tuch oder Wattepad benötigt. Auf den Einsatz von Wattestäbchen muss unbedingt verzichtet werden, da diese den Schmutz nur tiefer in den Gehörgang schieben und das empfindliche Trommelfell verletzen können. Zuerst wird die Ohrmuschel vorsichtig nach oben gezogen, um den Gehörgang zu strecken.
Anschließend gibt man einige Tropfen des flüssigen Reinigers in das Ohr und massiert die Ohrbasis von außen für etwa dreißig Sekunden sanft ein. Dadurch löst sich der tiefer sitzende Schmutz, den der Hund danach durch natürliches Kopfschütteln nach außen befördert. Die gelösten Rückstände im äußeren Gehörgang werden abschließend vorsichtig mit einem feuchten Tuch ausgewischt.
Unterstützende Pflege und Sauberkeit im Alltag
Neben der direkten Ohrenpflege trägt auch die allgemeine Sauberkeit des Hundes und seiner Umgebung zur Gesundheit der Ohren bei. Staub, lose Haare und Schmutzpartikel im Fell können leicht in die Gehörgänge gelangen und dort Reizungen verursachen. Eine regelmäßige Fellpflege minimiert dieses Risiko erheblich, indem lose Haare und Schmutz gründlich entfernt werden.
Für die schnelle und sanfte Reinigung zwischendurch eignen sich materialschonende Feuchttücher, die speziell für die empfindliche Tierhaut entwickelt wurden. Diese helfen dabei, Schmutz und unangenehme Gerüche im äußeren Bereich des Kopfes und der Ohren schonend zu beseitigen, ohne die natürliche Hautbarriere des Hundes anzugreifen.
FAQ
Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie oft sollte man die Ohren beim Hund reinigen?
Eine Reinigung ist nur bei sichtbarer Verschmutzung oder vermehrtem Ohrenschmalz nötig, während eine Kontrolle der Ohren einmal pro Woche stattfinden sollte.
Darf man Wattestäbchen zur Reinigung verwenden?
Nein, Wattestäbchen dürfen niemals im Gehörgang verwendet werden, da sie Schmutz tiefer hineinschieben und das Trommelfell verletzen können.
Was tun, wenn das Hundeohr unangenehm riecht oder gerötet ist?
Bei starkem Geruch, Rötungen oder häufigem Kopfschütteln liegt meist eine Entzündung vor, die unbedingt von einem Tierarzt untersucht werden muss.
Weiterdenken
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