Per Tatzenpost, weil vier Pfoten nicht warten können.

← Zurück zum Ratgeber
Übergewichtige Katze: Welche Krankheiten drohen

Katze: Pflege & Gesundheit

Übergewichtige Katze: Welche Krankheiten drohen

Schätzungen zufolge ist etwa jede zweite Hauskatze übergewichtig. Was harmlos aussieht, ist ein ernstes Gesundheitsrisiko: Übergewicht ist bei Katzen mit mehreren schweren Erkrankungen verknüpft, die die Lebenserwartung deutlich verkürzen können.

Passende Empfehlungen zum Thema

Wenn du beim Lesen merkst, an welcher Stelle im Alltag mehr Struktur, Ruhe oder Beschäftigung hilfreich wäre, findest du unten eine Auswahl an Produkten, die das Thema sinnvoll ergänzen.

Woran erkennst du, ob deine Katze zu schwer ist

Der einfachste Test: Rippentasttest. Du solltest die Rippen deiner Katze ertasten können, leicht, ohne drücken zu müssen. Wenn du sie nicht spürst, ist die Katze übergewichtig. Wenn du sie schon von außen siehst, ist sie zu dünn. Von oben betrachtet sollte die Katze eine leicht erkennbare Taille hinter den Rippen haben.

Für eine genaue Einschätzung nutzt der Tierarzt den Body Condition Score (BCS), eine Skala von 1 bis 9. Ideal ist BCS 4–5. Ab BCS 6 gilt eine Katze als übergewichtig, ab BCS 7 als fettleibig. Ein Normalgewicht liegt je nach Rasse und Knochenbau zwischen 3,5 und 5 kg.

Diese Krankheiten drohen bei Übergewicht

**Diabetes mellitus:** Übergewichtige Katzen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Fettgewebe vermindert die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Symptome: übermäßiges Trinken und Urinieren, Gewichtsverlust trotz gutem Appetit.

**Gelenkerkrankungen:** Jedes Gramm zu viel belastet die Gelenke. Arthrose tritt bei übergewichtigen Katzen früher auf und verläuft schwerer. Anzeichen: Humpeln, Zögern vor Sprüngen, weniger Putzverhalten am Rücken.

**Hepatische Lipidose (Leberverfettung):** Wenn eine übergewichtige Katze plötzlich aufhört zu fressen, z.B. bei Stress oder Krankheit, kann der Körper massenhaft Fettreserven in die Leber mobilisieren. Das führt zur Leberlipidose, die unbehandelt tödlich enden kann. Deshalb niemals eine Katze abrupt auf eine Diät setzen.

**Harnwegsprobleme (FIC):** Übergewicht begünstigt Bewegungsarmut, die wiederum das Risiko für Harnwegserkrankungen und Blasensteine erhöht.

**Herzprobleme:** Bei extremem Übergewicht kann sich Fett um das Herz anlagern und die Herzfunktion beeinträchtigen.

So hilfst du deiner Katze sicher abzunehmen

Niemals eine Crash-Diät. Katzen dürfen nicht mehr als 1–2 % ihres Körpergewichts pro Woche verlieren, sonst droht Leberlipidose. Das bedeutet: Bei einer 6-kg-Katze sind maximal 60–120 g Gewichtsverlust pro Woche das Ziel.

Futtermenge kontrollieren: Tägliche Kalorienmenge mit dem Tierarzt festlegen, dann exakt abwiegen. "Nach Gefühl" funktioniert nicht: Katzenfutter ist kalorienreicher als viele Halter glauben.

Mehrere kleine Mahlzeiten statt eines großen Napfs. Futtersuchspiele wie Puzzle-Feeder oder verstecktes Trockenfutter regen zur Bewegung an und verlängern die Beschäftigungszeit mit dem Futter.

Bewegung fördern: Angelspiele, Laserpointer, Kletterstrukturen. Auch kurze Spieleinheiten zweimal täglich helfen langfristig.

Regelmäßige Gewichtskontrollen beim Tierarzt, alle 4–6 Wochen beim aktiven Abnehmen.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie viel sollte eine erwachsene Katze wiegen?

Das hängt von Rasse und Körperbau ab. Europäische Hauskatzen wiegen im Idealfall 3,5–5 kg. Maine Coons können bis 8–10 kg normal sein. Wichtiger als die Zahl auf der Waage ist der Body Condition Score, der Tierarzt kann das einschätzen.

Kann meine Katze durch Sport allein abnehmen?

Bewegung ist wichtig, aber Abnehmen passiert hauptsächlich über die Futtermenge. Einer übergewichtigen Katze allein durch Spielen zu helfen funktioniert kaum, die Futtermenge muss reduziert werden. Beide Ansätze zusammen sind am effektivsten.

Was ist wenn meine Katze das Diätfutter verweigert?

Nie abrupt umstellen. Neues Futter über 7–10 Tage einschleichen: zunächst 80% alt / 20% neu, dann schrittweise erhöhen. Wenn die Katze über 24 Stunden komplett die Nahrung verweigert, sofort zum Tierarzt, das kann ein Zeichen für das Einsetzen einer Leberlipidose sein.

Weiterdenken

Diese Ratgeber passen thematisch dazu

Passende Empfehlung

Tempo aus der Fuetterung nehmen

Ein Slow-Feeder-Napf verlaengert Mahlzeiten und unterstuetzt kontrolliertere Portionen.

Slow Feeder ansehen

Passend zum Artikel

Direkt ansehen und bei Bedarf sofort in den Warenkorb legen

Zum gesamten Sortiment →